Kinderhospiz SchneverdingenBereits Ende April beendeten 16 Ehrenamtliche des „Ambulanten Hospizdienstes für Kinder und Erwachsene“ mit Sitz in Bispingen und der Hospizgruppe Schneverdingen eine Weiterbildung zur Kinderhospizbegleiterin. Somit sind es nun nun insgesamt 18 Kinderhospizbegleiter, die bestens vorbereitet sind, um Familien mit einem Kind mit einer lebensverkürzenden Krankheit oder Kindern, die ein Familienmitglied verloren haben, zu helfen.
Die Koordination hat Claudia Demitz übernommen. Sie ist palliativpädiatrische Fachkraft und hat langjährige Erfahrung in der Hospizarbeit.

„Beiden Vereinen war es wichtig, die Kinderhospizarbeit in der Region auf solide, qualifizierte Füße zu stellen.
„Nach vielen Gesprächen mit anderen Kinderhospizdiensten aus ganz Deutschland und dem Bundesverband
Kinderhospiz wurde deutlich, daß die Kinderhospizarbeit nicht Teil eines Hospizdienstes für Erwachsene
sein kann, sondern ein eigenständiger Dienst sein muß,“ so Demitz.


Um die Voraussetzungen für eine optimale Versorgung zu erfüllen, sei es zudem notwendig gewesen, eine
große Gruppe von Kinderhospizbegleitern weiterzubilden, um genügend Ressourcen zu haben. „Dank
der Bereitschaft aus der Bevölkerung, uns in jeder Hinsicht zu unterstützen, sei es finanziell oder mit tatkräftiger
Unterstützung, konnten wir dies überhaupt möglich machen“, erläutert die Koordinatorin. Und weiter:„
Auf verschiedenen Veranstaltungen wurde deutlich, wie wichtig es den Menschen in der Region ist, hier vor Ort einen Kinderhospizdienst für die betroffenen Familien zu haben.“
Im Mai haben die Ehrenamtlichen ihre Arbeit aufgenommen, inzwischen betreuen sie bereits vier Familien, in denen ein Kind schwer erkrankt ist, im nördlichen Heidekreis. In der 110 Unterrichtsstunden umfassenden
Ausbildung unter der Leitung von Seelsorger Uwe Sanneck, der seit vielen Jahren in der Kinderhospizarbeit
tätig ist, bekamen die Teilnehmerinnen umfassendes Wissen vermittelt, welches Sie für die Begleitung
von lebensverkürzt erkrankten Kindern benötigen. Krankheitsbilder, Grundlagen der Kommunikation, Symbol-und Ritualarbeit, kreative Begleitung, Grundkenntnisse der palliativen Pädiatrie, andere Kulturen und Religionen, Trauerprozesse und Praxisbeispiele - die einzelnen Themen deckten ein weites Feld ab. Auch die Aufgabe, ein Trauerbuch für Kinder zu erstellen, welche einen nahestehenden Menschen wie Vater oder Mutter, Bruder oder Schwester verloren haben, erfüllten die Teilnehmerinnen mit Sorgfalt und großer Hingabe


Weitere Infos erhalten Interessierte
bei Claudia Demitz, Ruf (05194) 431350 oder 0152-57816427 und unter
www.ambulant-hospizdienst.de.

Quelle: Heide Kurier 24.07.2016